Windziegen sind eine faszinierende Ziegenart mit sagenhaftem Hintergrund.
Wissenschaftlich gesehen, sind sie eigentlich recht pragmatisch und halten bei Regenwetter immer ihr Hinterteil in den Wind. Dadurch werden Augen, Nase und Mund geschützt, was wir durchaus als Mensch auch nachvollziehen können.
In den Jahrhunderten hat sich aber nun die Sage entwickelt, dass man, wenn man in einer stürmischen Neumondnacht die Tiere auf der Weide aufsucht und ihnen am Hintern leckt, man nie wieder Gegenwind hat.
Wer so schmerzbefreit ist, dies glaubt und zu seinem (geldwerten) Vorteil in die Tat umsetzen will, nennt sich gerne auch Politiker. Damit haben wir auch schnell erklärt wo der zweite Name "Politikerziege" herkommt.
Immer wieder gab es die Behauptungen, dass die Streifen am Himmel entweder Kondensstreifen von Flugzeugen, oder Chemikalien zur Beeinflussung der Bevölkerung seien.
Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen trifft dies aber nur bei einem geringen Teil zu, denn die Mehrheit der Streifen, vor allem im Frühjahr und im Herbst entsteht durch die Zugziegen:

Um schnell an Höhe zu gewinnen, besonders in der Nähe von Mittelgebirgen, können sie ihre Milch gesteuert abgeben und damit den Auftrieb erhöhen. So kommt es zu den weißen Streifen am Himmel. In der Hauptzugzeit, im September/Oktober sowie im März/April kommt es dann auch schon mal zu Mustern am Himmel, wenn sich mehrere Schwärme kreuzen.
Eine wissenschaftliche Sensation, da man lange rätselte, wie es die Ziegen schaffen, die erforderliche Flughöhe zu erreichen.
… ist doch immer wieder interessant. Besonders aufregend finde ich es, wenn einem die Wasserziegen da plötzlich gegenüber stehen. Wirklich eindrucksvolle Tiere!

Auch wenn diese Ziegen nicht unbedingt mit Sympathiepunkten hausieren gehen können, sondern oft ein wenig übel gelaunt wirken.
Gestern konnte ich noch einmal eine Schwarm Zugziegen beobachten. Sie warteten auf besseres Flugwetter, da wir leichten Regen und tief hängende Wolken hatten.
Mehr Infos zu dieser Ziegenart: Nackte Ziegen?
Diese Tierrasse ist sehr bedroht, da bei der letzten Zählung nur noch wenige Tiere gefunden wurden.
Gerne legen sie sich auch mit dem Kopf flach auf der Wiese um besser atmen zu können. Dies wirkt dann so als wären sie tot. Es kommt vor, dass abgeschossene Zugziegen mit ihnen verwechselt werden. Dies kann den besten Fachleuten passieren.
Leider liegen sie immer auf der rechten Seite, dies belastet den Lungenflügel und die Luftröhre, dadurch leiden sie sehr oft unter Schlafapnoe und versterben damit häufig und früh an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Außerdem werden Fressfeinde durch die starke Geräuschentwicklung angelockt.
Selbst den Wasserziegen ist es im Moment zu warm. Die liegen auch nur herum und versuchen sich möglichst wenig zu bewegen.
